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Wer die Buchhaltung outsourcen möchte, stellt sich zwei zentrale Fragen: Was kostet das? Und was spare ich mir intern tatsächlich ein? Dieser Leitfaden liefert eine klare Einordnung – ohne Schnörkel, aber mit Praxisnähe. Er ist für Unternehmen geschrieben, die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren wollen und mit einem externen Buchhaltungsservice verlässlich planen möchten.

Was gehört beim Auslagern der Buchhaltung wirklich dazu?

Auslagern der Buchhaltung“ ist mehr als das Buchen von Belegen. Typische Bausteine:

  • Belegeingang & Vorerfassung (E-Mail-Postfach/Upload, OCR, Regeln)
  • Kontierung & laufende Buchungen, inkl. USt-Voranmeldung
  • Bankabgleich, OP-Verwaltung/Mahnwesen, Zahlungsläufe
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), GuV, Liquiditätsübersichten
  • Optional: Kostenrechnung, Budget/Forecast, Jahresabschluss-Vorbereitung
  • Auf Wunsch Übergaben, bei denen der Steuerberater übernimmt (Abschluss, Steuererklärungen)

Rechnungen erstellen (Debitorik) bleibt bei vielen Unternehmen intern – oder wird teilautomatisiert und technisch an die externe Buchhaltung angebunden. Entscheidend ist, dass der Outsourcing Prozess sauber beschrieben ist: Wer liefert wann welche Daten, wie laufen Freigaben, welche KPIs werden berichtet?

Ergänzend empfehlen wir unseren Artikel zu den Vorteilen des Outsourcings – kurz & kompakt: Vorteile des Buchhaltungs-Outsourcings .

Kostenstruktur: Woraus setzt sich der Preis zusammen?

Laufende Leistungen

  • Pauschale pro Monat (gestaffelt nach Belegmenge/Komplexität)
  • Preis je Beleg/Transaktion (fair bei schwankenden Mengen)
  • Hybrid (Grundpauschale + variable Mehrbelege)

Zusatzmodule (bei Bedarf)

  • OP/Mahnwesen, Bankabgleich für mehrere Konten/Karten
  • Reporting BWA und – falls gewünscht – Kostenrechnung
  • Monatliche Kurz-Reviews zur Einordnung der Zahlen

Einmalkosten (Onboarding)

  • Datenmigration (Stammdaten, Eröffnungssalden)
  • Schnittstellen-Setup (ERP, Shop, Kasse, DMS, E-Banking)
  • Aufräumarbeiten/Backlog, falls vorhanden

Wichtig für den Vergleich: Was ist in der Pauschale inkludiert, ab welches Volumen greifen Staffelpreise, und wie werden Sonderfälle (z. B. Ausland/Reverse-Charge, Sammelrechnungen) verrechnet?

Kosten, Kosten, Kosten – aber was spare ich mir?

Outsourcing senkt nicht nur die Buchungszeiten, sondern entfernt Kostenblöcke, die oft höhere Kosten verursachen als gedacht:

  • Personalthema entfällt: Kein Recruiting, keine Einschulung, kein Vertretungsrisiko (Urlaub/Krankheit), keine Overhead-Planstellen.
  • Tool-Landschaft schlanker: Lizenzen, OCR, DMS, Updates, Rechteverwaltung liegen beim externen Dienstleister.
  • Qualität & Compliance: Vier-Augen-Prinzip, Fristenkontrolle, dokumentierte Prozesse – weniger finanziellen Folgen durch Verspätungen oder Fehler.
  • Management-Zeit sinkt: Weniger Koordination & Rückfragen, schnellere Monatsabschlüsse, klarer Fokus aufs Kerngeschäft.
  • Skalierung ohne Reibung: Wenn die Belegmenge steigt, skaliert das Paket – ohne sofort eine interne Buchhaltung

Gerade Start-ups und KMUs profitieren: Statt früh „auf Vorrat“ einzustellen, lassen sich Leistungen feingranular zukaufen – und wieder reduzieren, wenn es die Phase erfordert.

Beispielrechnung: realistisch und vergleichbar

Unternehmen mit 400 Belegen/Monat, 2 Bankkonten, USt-VA, OP/Mahnwesen, Monats-BWA.

Hybrid-Modell (typisch fair):

  • Grundpauschale bis 250 DIGITALE Belege: 420 €*
  • 150 Mehrbelege × 1,10 € = 165 €
  • USt-Voranmeldung: 60 €
  • OP/Mahnwesen: 70 €
  • Bankabgleich inkl.
  • Summe: 715 €/Monat
  • Effektiv 1,79 €/Beleg – inklusive Fristenmanagement und Standard-Reporting.

Inhouse grob gegenrechnen:

  • 10 Std./Woche geringfügig Beschäftigt × = ~540 €/Monat
  • Tools/Lizenzen (Buchhaltung, OCR, DMS) ~90 €
  • Management/Koordination (Meetings, Prüfungen) ~120 €
  • Vertretung/Urlaubspuffer, Fortbildung ~120 €
  • Summe: ~870€/Monat – ohne Peaks, ohne Backlog-Risiken.

 

Die Differenz ist klein, aber Outsourcing bietet zusätzlich verlässliche Fristen, Qualitätssicherung und Skalierbarkeit. Bei schwankenden Volumina kippt die Rechnung oft zugunsten des Outsourcings.

*Anmerkung: Werden Belege nicht digital an uns übermittelt, 
haben wir einen Aufwand von 3-5 Minuten pro Beleg, 
wodurch sich eine Summe von bis zu 875€ ergeben kann

ROI & Payback – in zwei Formeln

  • ROI (monatlich) = (Inhouse – Outsourcing) ÷ Outsourcing
  • Payback (Monate) = Einmalkosten ÷ (Inhouse – Outsourcing)

Beispiel: Inhouse 900 €, Outsourcing 715 €, Onboarding 1.000 €

→ Ersparnis 185 €/Monat, Payback ≈ 5,4 Monate, ROI ≈ 25,9 %.

Weiche Effekte (pünktliche USt-VA, weniger Mahngebühren, reduzierte Management-Zeit) sind hier noch nicht eingerechnet.

Interne vs. externe Aufgaben – sinnvoll aufteilen

Nicht jede Aufgabe muss extern sein. Bewährte Aufteilung:

  • Intern: Angebotslegung, Rechnungen erstellen, Zahlungsfreigaben, kurze Projektinfos.
  • Extern: Belegfluss, Kontierung, Buchung, USt-VA, Bankabgleich, OP/Mahnwesen, BWA/Reporting.
  • Steuerberater übernimmt Jahresabschluss und Erklärungen – sauber vorbereitet durch die laufende externe Buchhaltung.

So halten Sie die Kontrolle, ohne Ressourcen zu binden. Buchhalter und Steuerberater arbeiten abgestimmt – das senkt Rückfragen und spart Kosten.

Risiken & Einwände – ehrlich adressiert

„Besteht die Gefahr, die Kontrolle zu verlieren?“

Nur, wenn Prozesse intransparent sind. Mit SLA, festen Reports (BWA, OP-Listen) und klaren Freigaben bleibt die Hoheit bei Ihnen.

„Nachteile des Outsourcings?“

  • Abhängigkeit vom Partner – minimiert durch vertraglich geregelte Datenzugänge, Exportmöglichkeiten und klare Kündigungsfristen.
  • Umstellungsaufwand – begrenzt durch einen strukturierten Outsourcing Prozess (90-Tage-Plan, Testläufe, parallele Phasen).
  • Besondere Branchenanforderungen – lösbar über Zusatzregeln/Kontenpläne.

Kurz: Risiken gibt es – doch mit sauberem Setup und transparenten Zuständigkeiten werden sie kontrollierbar.

So arbeiten wir bei Erfolg & Mehr – dezent, aber wirkungsvoll

Wir verstehen uns als externer Buchhaltungsservice, der Zahlen schnell nutzbar macht – damit Sie Entscheidungen treffen können, ohne sich in Details zu verlieren.

  • Transparente Pakete mit klaren Leistungsgrenzen statt versteckter Kosten.
  • Modularer Zuschnitt (Buchhaltung, Kostenrechnung, Personalverrechnung).
  • Digitaler Belegfluss statt E-Mail-Ping-Pong.
  • Monatliche Kurz-Reviews auf Wunsch – wir erklären die Zahlen, nicht nur liefern sie.
  • Nahtlose Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater.

Wenn Sie möchten, vergleichen wir Ihren Status quo mit einem Outsourcing-Setup – inklusive Szenarien für –20 % und +20 % Belegvolumen.

90-Tage-Plan: strukturiert ins Outsourcing

Tage 1–3: Analyse & Setup

Belegwege, Stammdaten, Kontenplan, erste Regeln; Schnittstellen skizzieren (ERP/Shop/Kasse/DMS/Bank).

Woche 1-2: Onboarding & Testlauf

Migration, Rechte/Rollen, Echtdaten-Test (50–100 Belege), Rückfragenquote senken, BWA-Layout abstimmen.

Woche 3-5: Go-Live & Stabilisierung

Vollbetrieb, Monatsabschluss 1, Feinschliff an Regeln & Workflows, OP/Mahnwesen eintakten.

Woche 6-8: Optimierung

Durchlaufzeiten verkürzen, Automatisierungen ausbauen (Regeln, Zahlungsläufe), Reporting-Rhythmus fixieren.

Entscheidungs-Checkliste (kurz & praxistauglich)

  1. Leistungsumfang klar (Belege, USt-VA, Bank, OP, BWA, Reporting).
  2. Preislogik transparent (Pauschale/Beleg/Hybrid) + Volumengrenzen.
  3. Szenarien für Peaks & Wachstum – was passiert bei +20 % Belegen?
  4. Schnittstellen & Pflege (wer, wie schnell, wie dokumentiert).
  5. SLA & Fristen (Reaktionszeiten, Abschluss-Termine).
  6. Datenhoheit, Exporte, Kündigungsfristen.
  7. Qualitätssicherung (Vier-Augen-Prinzip, Plausibilitätsprüfungen).
  8. Onboarding-Plan mit Verantwortlichkeiten & Timings.
  9. Zusammenarbeit mit Steuerberater klar geregelt.
  10. Reporting-Inhalte (BWA, KPIs, Kostenstellen) & Turnus festgelegt

All diese Punkte sind mit Erfolg & Mehr kein Thema mehr. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Kennenlerngespräch!

Brauche ich weiterhin interne Kapazität?

Ja, aber schlank: Rechnungen erstellen, kurze Projektinfos, Zahlungsfreigaben – der Rest läuft extern.

Wie kalkuliere ich fair zwischen Anbietern?

Gleiche Leistungslisten, gleiche Belegmengen, gleiche Zusatzmodule. Hybridmodelle oft am fairsten – lassen Sie Szenarien rechnen.

Ist Outsourcing für Start-ups sinnvoll?

Ja. Variable Kosten statt Fixstellen, schnelle Skalierung, saubere Prozesse. Perfekt, wenn Sie sich aufs Kerngeschäft konzentrieren wollen.

Wie bleibe ich „am Steuer“?

SLA, feste Reports (BWA, OP-Listen), Dashboards, monatliche Kurz-Reviews – Transparenz ist Teil des Angebots.